| Sven Siebenand |
| 16.04.2026 12:30 Uhr |
In einem aktuellen Cochrane-Review wertete ein Forschungsteam um Dr. Francesco Nonino vom IRCCS Institut für Neurologische Wissenschaften in Bologna 17 Studien aus, die Daten zu Lecanemab und Donanemab von mehr als 20.000 Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz umfassten. Konkret wurde geschaut, wie sich 18 Monate Behandlung mit dem jeweiligen Antikörper auswirken. Dabei zeigte sich wenig bis kein Effekt auf die Demenzsymptome der Patienten oder den Abbau ihrer geistigen Fähigkeiten sowie darauf, wie sie mit alltäglichen Aufgaben zurechtkamen. Allerdings zeigte sich, dass die mit einem Antikörper behandelten Patienten etwas häufiger Hirnschwellungen sowie Hirnblutungen hatten als jene, die stattdessen ein Placebo verabreicht bekamen.
»Leider deuten die Erkenntnisse darauf hin, dass diese Medikamente für die Patienten keinen nennenswerten Unterschied bewirken«, erklärt Nonino gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Studienautoren betonen, dass aber weitere Forschung notwendig sei, um mögliche Langzeitwirkungen zu erkennen. Dennoch rät das Team dazu, sich bei der Entwicklung von Alzheimer-Medikamenten auf andere Wirkmechanismen zu konzentrieren.