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Barmer Studie

Atemwegs-Krankschreibungen um 120 Prozent gestiegen

Die Coronavirus-Pandemie hat massive Auswirkungen auf das Ausmaß der Krankschreibungen aufgrund von Erkrankungen der oberen und unten Atemwege zeigt eine Studie der Barmer Ersatzkasse.
PZ
25.04.2020  10:00 Uhr

Ob Sinusitis, Bronchitis oder grippaler Infekt: Im Rahmen der Covid-19-Krise hat sich die Zahl der entsprechenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Während in der 13. Kalenderwoche (24. bis 30. März) 2019 rund 67.000 Versicherte der Kasse krankgeschrieben waren, waren es in der 13. Kalenderwoche (22. bis 28. März) 2020 rund 150.000 Personen. Dies entspricht einem Zuwachs um mehr als 120 Prozent. Dabei sei mit über 5.500 Betroffenen jeder 25. an Covid-19 erkrankt gewesen. Generell seien die Menschen offensichtlich deutlich vorsichtiger geworden. Sie bleiben mit Erkältungssymptomen zu Haus nicht zuletzt auch, um ihre Kollegen nicht anzustecken, heißt es.

Der besonders starke Zuwachs der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sei Mitte des vergangenen Monats zu verzeichnen gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung eingeführt, allerdings beschränkt bei Infekte der Atemwege . Noch in der 10. Kalenderwoche 2020 (1. bis 7. März) seien 100.000 Krankschreibungen registriert worden, bevor die Zahl der entsprechenden Atteste in der 12. und 13. Woche auf rund 150.000 gestiegen ist.

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