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CDU-Politiker Hennrich vor Ort

Apothekerin fordert Schutz vor möglichen E-Rezept-Risiken

Sein Engagement für die Apotheken begrüßte Pfäffle-Planck explizit. Es sei hilfreich, dass sich Hennrich oftmals öffentlich für deren Belange einsetze. Insgesamt habe die Politik aber viel zu selten ein Gehör dafür. »Dabei haben wir gerade in der Pandemie wieder bewiesen, wie wichtig wir für ein funktionierendes Gesundheitswesen sind«, betonte die Pharmazeutin. Hier pflichtete Hennrich ihr bei: »Die Pandemie hat noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig die Apotheke vor Ort ist«, sagte er. Für viele Menschen sei die Apotheke die erste Anlaufstelle – »sei es bei der Versorgung mit Desinfektionsmittel, Masken oder jetzt bei der Beschaffung von Impfstoffen«, so Hennrich.

Dass Hennrich etwa das Angebot von Dienstleistungen in der Apotheke angestoßen und vorangetrieben habe, komme den Offizinen zweifelsohne zugute. Denn diese seien ein »wichtiger Bestandteil der zukünftigen Apothekenlandschaft«, unterstrich Pfäffle-Planck. Klar sei aber auch, dass »uns bei signifikanten Verlusten der E-Rezepte an die Versender auch die Vergütungen für Dienstleistungen nicht retten werden«, so die Apothekerin, die zwei Offizinen und ein Team von fast 30 Mitarbeitenden leitet. »Dann sehe ich schwarz – insbesondere für die kleineren Apotheken auf dem Land.« Am meisten zu leiden hätten in einem solchen Fall die Kunden: Sie müssten dann im Notfall weite Strecken zurücklegen, um die nächste Apotheke erreichen zu können. »Denn Notdienste werden die Versandapotheken schließlich nicht anbieten.«

Michael Hennrich ist seit 2002 Mitglied des Bundestags. Bei der kommenden Bundestagswahl im September dieses Jahres kandidiert er erneut als Direktkandidat in seinem Wahlkreis Nürtingen, den er bei den vergangenen Wahlen stets als Direktkandidat gewann.

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