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Osnabrück
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Apotheker spendet mehr als 12.000 Euro für lokale Projekte

Seit Jahren sammelt Apothekeninhaber Jens-Henrik Pott in seinen Apotheken in Osnabrück und Belm Spenden für lokale Projekte. Dabei kommen jährlich mehrere Tausend Euro zusammen. Der Apotheker verrät, warum diese Aktion zur Kundenbindung beiträgt.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 18.03.2026  14:30 Uhr

Mit einem Bonussystem sammelt Apotheker Jens-Henrik Pott in seinen vier Apotheken in Belm und Osnabrück jährlich Spenden für lokale Organisationen ein. Beim Kauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln erhalten seine Kundinnen und Kunden Taler. Diese können sie entweder für Gutscheine oder Prämien einlösen oder als Spende hinterlassen.

Der Apotheker unterstützt damit Projekte für obdachlose Menschen des Sozialdienstes katholischer Männer (SKM), den Förderverein der städtischen Kita im Osnabrücker Stadtteil Haste sowie die Organisation »Spes Viva Trauerland«, die Kindern und Jugendlichen hilft, den Tod eines ihnen nahestehenden Menschen zu bewältigen.

Apotheker aus Osnabrück sammelt seit Jahren Spenden

Jährlich sammelt Pott in seinen Apotheken von Januar bis Dezember Spenden. Am Ende des Jahres wird der Betrag gezählt und aufgerundet, sodass eine glatte Summe herauskommt. So kamen in der »Apotheke in der Lindenstraße« im Jahr 2025 beispielsweise 4.200 Euro für »Spes Viva Trauerland« zusammen.

»Wir haben uns sehr über die Spende von Herrn Pott und der ›Apotheke in der Lindenstraße‹ gefreut«, sagte Marion Gövert, Leiterin von »Spes Viva Trauerland«, gegenüber der PZ. »Wir sammeln die Spenden über das Jahr, um die Angebote aufrechtzuerhalten. Das ist in den letzten Jahren tatsächlich schwerer geworden – insofern ist die Freude natürlich umso größer.«

Das Projekt »Spes Viva Trauerland« in Belm sei eigenen Angaben zufolge ausschließlich durch Spenden finanziert. »Aktuell nehmen 70 Kinder und Jugendliche und zum Teil auch die zugehörigen Erwachsenen die Angebote regelmäßig an«, so Gövert. Spes Viva ist ein 1994 gegründetes Palliativ- und Hospizmodell.

Dies war das zweite Mal, dass die Apotheke an die Organisation gespendet hat, und laut dem Apotheker wird es auch ein drittes Mal geben. Andere Aktionen des Apothekers hingegen laufen bereits seit Jahren. So hat er eigenen Angaben zufolge in den letzten zwanzig Jahren insgesamt über 102.000 Euro an Projekte für obdachlose Menschen gespendet. Allein im Jahr 2025 sammelte er in der Mönkemarkt-Apotheke und der Stern-Apotheke (beide in Osnabrück) über 8.000 Euro für diesen Zweck. Dies bestätigte auch ein SKM-Mitarbeiter. Das Geld werde zur Subventionierung des Mittagessens für obdachlose Menschen eingesetzt. Und auch der Förderverein der städtischen Kita in Haste bekommt einer Mitarbeiterin der Hasterberg-Apotheke zufolge jährlich zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Mehr Kundenbindung durch lokale Aktionen

Pott betrachtet es als »selbstverständlich«, dass in seinen Apotheken hohe Summen gesammelt werden. »Das sind alles Projekte, die hier regional verbunden sind, die mein persönliches Umfeld betreffen und die ich auch selber als spendenwürdig empfinde.« Das Feedback der Kundinnen und Kunden sei »sehr positiv« und sie freuten sich, etwas Positives für ihre Mitmenschen tun zu können, so Pott.

Apotheken, die ebenfalls solche Aktionen initiieren möchten, rät er dazu. »Die Kundinnen und Kunden nehmen es wahr und finden es gut, wenn man sich als lokale Apotheke engagiert und eine soziale Komponente mit hineinkommt.« Er nennt beispielhaft Spenden an den lokalen Sportverein oder das Sponsoring von Trikots.

»Solche Aktionen werden immer sehr positiv wahrgenommen und tragen zur Kundenbindung bei«, so der Apotheker.

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