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Coronavirus

Apotheker bitten um Verständnis für Vorsichtsmaßnahmen

Das Apothekenpersonal arbeitet in vielen Offizinen bereits hinter Plexiglasscheiben, manche bedienen über die Notdienstklappe, andere begrenzen derzeit die Anzahl der Patienten im Wartebereich. All das dient dem Schutz der Kunden und des Personals.
ABDA
19.03.2020  12:44 Uhr

Um einer Virusübertragung vorzubeugen haben viele Krankenhäuser, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen Zugangs- und Abstandsregeln eingeführt. Auch in Apotheken gelten jetzt vielerorts Vorsichtsmaßnahmen, zum Beispiel eine Begrenzung der Zahl an Kunden, die gleichzeitig in der Offizin sein dürfen. »Wir bitten unsere Patienten um Verständnis für diese Maßnahmen«, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. »Sie dienen nicht nur dem Schutz des Apothekenteams, das ja auch morgen und übermorgen noch für die Patienten da sein muss. Sie dienen genauso dem Schutz der Menschen, die in die Apotheke kommen, insbesondere der älteren Patienten.«

Patienten mit Atemwegsinfekten sollten Apothekenräume derzeit möglichst nicht betreten, egal ob es sich um eine Erkältung oder eine vermutete Corona-Infektion handelt. »Wer erkrankt ist, sollte am besten gesunde Angehörige oder Nachbarn darum bitten, etwas abzuholen. Wir empfehlen, in der Apotheke anzurufen und das Weitere telefonisch abzusprechen«, empfiehlt Schmidt. Viele Apotheken bieten Botendienste an – allerdings wird auch diese Dienstleistung aktuell stark nachgefragt.

Einige Apotheken sind durch die angespannte Personalsituation gezwungen, ihre Öffnungszeiten zu kürzen. Schmidt: »Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken ist aber gesichert. Die Apotheken bleiben als systemrelevante Institutionen bundesweit geöffnet und versorgen auch im Nacht- und Notdienst.«

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