Pharmazeutische Zeitung online
Corona-Infektionen

Antikörper-Studie zeigt, wie hoch die Dunkelziffer in Italien ist

Seit Beginn der Corona-Pandemie könnten in Italien einer Studie zufolge sechs Mal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein, als registriert worden waren.
dpa
04.08.2020  14:02 Uhr

Das italienische Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten am Montag eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen.

Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64.660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli – die Ergebnisse seien bis 27. Juli eingegangen. Laut den Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität haben sich in Italien bislang gut 248.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35.000 Infizierte starben. Die Zahl der wöchentlich registrierten Neuinfizierten ist in Italien seit März jedoch drastisch gesunken. Der Studie zufolge gibt es große regionale Unterschiede mit Blick auf die Antikörper, wie Ansa weiter berichtete. In der Lombardei wurde bei 7,5 Prozent der Menschen Antikörper festgestellt, in Süditalien bei weniger als 1 Prozent.

Mehr von Avoxa