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Enger Zusammenhang
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Anstieg der Herz-Kreislauf-Tode infolge von Grippewellen

Wenn im Winter die Zahl der Atemwegserkrankungen steigt, sterben auch mehr Menschen an kardiovaskulären Ursachen. Als sich in und nach der Covid-19-Pandemie der Zeitpunkt der Grippewelle verschob, folgte der Peak bei den Todesfällen dieser Bewegung, wie Daten aus Deutschland zeigen.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 17.07.2026  09:00 Uhr

Infektionen heizen Entzündung an

Dem stimmen mehrere Experten gegenüber dem »Science Media Center« zu, obgleich etwa Dr. David Hillus, Infektiologe an der Berliner Charité, darauf hinweist, dass solche Korrelationen kein ursächlicher Beweis für den Zusammenhang sind – hierzu müsste man Infektions- und kardiovaskuläre Sterbedaten auf individueller Ebene verknüpfen.

Dagegen merkt Professor Dr. Dirk Westermann, Ärztlicher Direktor des Universitäts-Herzzentrums Freiburg, an: »Atemwegsinfektionen sind bekannte Auslöser für Herzinfarkte, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle. Das ist schon länger bekannt und lässt sich unter anderem durch den Entzündungsprozess im Körper auch gut erklären. Dieser Prozess treibt nämlich auch die Atherosklerose und damit die Ursache der Herzerkrankungen voran.«

Die jährliche Grippeimpfung sei daher für Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen nicht nur als Infektionsschutz, sondern auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Ereignissen wichtig. »Neben Impfungen helfen auch Maßnahmen wie Händehygiene und das freiwillige Tragen einer Maske bei Atemwegssymptomen bei akuten Infekten, um besonders gefährdete Menschen zu schützen«, so Westermann.

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