Pharmazeutische Zeitung online
FORTA-Liste

Aktuelle Version ist online

Die Autoren der FORTA-Liste, in der die Eignung von Arzneimitteln für ältere Menschen bewertet wird, haben eine neue Version ihrer Liste veröffentlicht. Sie ist auf der Website der federführenden Universität Heidelberg frei verfügbar.
Annette Mende
21.02.2019
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FORTA steht für »Fit for the Aged« und ist ein Klassifizierungssystem für Medikamente. Diese werden darin nach ihrer Tauglichkeit für die Therapie von älteren Menschen eingeteilt. Die FORTA-Liste soll Ärzte dabei unterstützen, geeignete Arzneimittel für ihre älteren Patienten auszuwählen. Entwickelt wurde das Konzept unter der Leitung von Professor Dr. Martin Wehling vom Institut für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

Die aktuelle Version, die jetzt erschienen ist, umfasst 296 Arzneistoffe und 30 alterstypische Indikationen. Die Arzneistoffe werden in der FORTA-Liste einer von vier Kategorien zugeordnet:

  • Kategorie A – Unverzichtbar: Der Nutzen bei bestehender Indikation gut belegt.
  • Kategorie B – Vorteilhaft: Die Wirksamkeit bei älteren Patienten ist nachgewiesen, aber es bestehen Einschränkungen bezüglich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit.
  • Kategorie C – Fragwürdig: Das Arzneimittel verfügt über ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis. Bei diesen Medikamenten sollte der Arzt den Einsatz kritisch überdenken. Falls sie trotzdem eingesetzt werden, sollte der Patient bezüglich der zu erwartenden Wirkungen und eventuellen Nebenwirkungen genau beobachtet werden. Ferner sollten bessere Alternativen erwogen werden.
  • Kategorie D – Vermeiden: Das Arzneimittel sollte bei Älteren nicht eingesetzt werden. Hier sollte der Arzt immer Alternativpräparate finden.

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