Schnell, einfach, fast schon beiläufig – Kathrin Luboldt von der Apothekerkammer Nordrhein motiviert, das Impfangebot in Apotheken wahrzunehmen. / © Oliver Nauditt Fotograf
Um den Überblick im Impfpass zu behalten, rät Kathrin Luboldt, Vizepräsidentin der AKNR, zum Gang in die Apotheke. In einem Interview erklärt die Vizepräsidentin, warum sich die Apotheke für den Impf-Check-up und das Impfen selbst besonders eignet. »Viele Menschen haben ihren Impfpass jahrelang nicht in der Hand. Dabei ändern sich Impfempfehlungen, und einige Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden«, so Luboldt. Dies meldet die Kammer via Pressemitteilung.
Impflücken liegen laut der Vizepräsidentin insbesondere bei Tetanus, Diphtherie oder Keuchhusten vor. Impfungen gegen Gürtelrose, Pneumokokken oder Grippe seien hingegen weitestgehend bekannt, allerdings fehle bei den Menschen das Wissen über Risikogruppen und ob die jeweilige Person dazugehöre. Ein Impf-Check sei deshalb für jede Person eine sinnvolle Option. »Eine besonders wichtige Rolle spielt er für ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit häufigen Reisen ins Ausland und Eltern, die den Impfschutz ihrer Kinder im Blick behalten möchten«, so die Kammervizepräsidentin.
Luboldt empfiehlt demnach, die individuelle Beratung in Vor-Ort-Apotheken in Anspruch zu nehmen, denn die Empfehlungen rund um das Thema Impfen ändern sich stetig. Auch auf die Option, sich direkt in der Apotheke impfen zu lassen, macht die Vizepräsidentin aufmerksam. »Wir können den Impfstatus schnell überprüfen, Fragen beantworten und bei Bedarf an die Arztpraxis verweisen«, erklärt Luboldt.
Die Überprüfung dauere in der Apotheke schließlich nur wenige Minuten, meist sei kein Termin nötig und man könne sich dadurch niedrigschwellig und rechtzeitig um einen gedeckten Impfstatus kümmern: »Schauen Sie nicht erst in Ihren Impfpass, wenn eine Reise ansteht oder eine Erkrankung in den Nachrichten auftaucht. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach beim nächsten Apothekenbesuch mit«, rät Luboldt.