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Wahl Sachsen-Anhalt
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AfD kratzt an absoluter Mehrheit

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kratzt die rechtsextreme AfD laut ersten Hochrechnungen an der absoluten Mehrheit. Die CDU erlebt dagegen ein Debakel. Es hängt vom Abschneiden des BSW ab.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 06.09.2026  18:05 Uhr
Datum Aktualisiert am 06.09.2026  18:33 Uhr

Laut der ersten Hochrechnung kommt die AfD auf 44,4 Prozent. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz liegt die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze mit 18,4 Prozent. Die Christdemokraten mussten deutliche Verluste hinnehmen und haben ihr Ergebnis halbiert.

Auf den Plätzen dahinter, wiederum mit einigem Abstand, liegen die Linke mit 9,3 Prozent, die Grünen mit 8,7 Prozent und die SPD mit 8,4 Prozent. Das BSW muss noch zittern, ob die Partei den Einzug in den Landtag schafft, aktuell liegt das Bündnis bei 5,0 Prozent. Die FDP scheitert mit 2,2 Prozent dagegen laut den ersten Zahlen deutlich an der 5-Prozent-Hürde.

Die AfD konnte ihr Ergbnis stark verbessern und hat 23,6 Prozentpunkte mehr geholt als bei der Landtagswahl 2021. Besonders deutlich verliert die CDU: Unter dem Strich stehen -18,7 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Landtagswahl. Die SPD hat ihren Wert von 2021 gehalten, die FDP fliegt mit -4,2 Prozentpunkten aus dem Landtag. Die Linke verliert -1,7 Prozentpunkte.

Unklare Mehrheitsverhältnisse

Zulegen konnten die Grünen (+2,8 Prozentpunkte) und haben vermutlich ihr bestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt eingefahren. Das BSW war zum ersten Mal angetreten, es steht noch auf Messers Schneide, ob die Partei in den Landtag einzieht. Die anderen Parteien kommen auf 3,6 Prozent (-6,7)

Diese Frage könnte auch großen Einfluss auf die Regierungsbildung haben. Verfehlt das BSW den Einzug in den Landtag, könnte es für die AfD knapp zu einer absoluten Mehrheit reichen. Der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte damit zum ersten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes einer rechtsextremen Partei werden.

Nach den Hochrechnungen käme die AfD auf 39 Sitze im Landtag, zur absolute Mehrheit werden 42 Sitze benötigt. Auf diese Zahl kämen CDU (16 Sitze), Grüne (8) und SPD (7) zusammen klar nicht. Selbst ein Duldung durch die Linke, zu der diese bereit wäre, wäre nur möglich, wenn das BSW nicht in den Landtag kommt.

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