| Cornelia Dölger |
| 09.06.2026 13:30 Uhr |
»Diese Eingriffe, die jetzt geplant sind, hat es noch nie gegeben«, kritisiert Michael Eckstein, stellvertretender Vorsitzender von Medi Baden-Württemberg, in einer Mitteilung des Medi-Verbunds. »Viele junge und ältere Kolleginnen und Kollegen werden sich aus der Niederlassung verabschieden, wenn das Spargesetz der Regierung in Kraft treten sollte. Ein einfaches ›Weiter so‹ wird es mit uns nicht mehr geben.«
Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin bezeichnet die Pläne als »reine Sparmaßnahmen auf dem Rücken der ambulanten Versorgung«. Die Konsequenzen seien weniger Praxen, längere Wartezeiten und eingeschränkte Leistungen. »Das können und wollen wir so nicht hinnehmen.« In Berlin soll von 9 bis 14 Uhr über das Gesetz informiert werden, der Notdienst wird aufrechterhalten.
Mit der Kampagne »Praxen bedroht – Patienten in Not« wollen die Verbände Patientinnen und Patienten über die Folgen der Spareinschnitte aufklären. Praxen sollen mit Plakaten und Infomaterialien versorgt werden. Zudem gibt es Tipps, wie im Praxisalltag auf die begrenzten Ressourcen aufmerksam gemacht werden kann.