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PTA-Reformgesetz

Adexa kritisiert ABDA

Die Apothekengewerkschaft Adexa gibt nicht auf: Sie kämpft weiter für die Kompetenzerweiterung von PTA. Wie die Gewerkschaft heute mitteilte, ist sie von dem aktuellen Kabinettsentwurf genauso enttäuscht wie von der Haltung der ABDA.
Jennifer Evans
19.09.2019
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Adexa-Vorstand Andreas May wirbt mit Briefen an die Mitglieder der Gesundheitsausschüsse von Bundestag und Bundesrat für die Verlängerung der PTA-Ausbildung von zweieinhalb auf drei Jahre sowie für eine Kompetenzerweiterung der Assistenten.

Einleuchten will ihm nicht, warum »die größte Berufsgruppe in öffentlichen Apotheken mit den meisten Kundenkontakten schlechter ausgebildet werden soll als andere Gesundheitsberufe«. In seinen Augen würden in Zukunft sowohl Patienten als auch Apothekenkunden davon profitieren, wenn die PTA durch eine längere Ausbildung auch höher qualifiziert wären.

May kritisiert außerdem die ABDA, die »offenbar unter keinen Umständen« auf die Beaufsichtigung der PTA verzichten will. Wie die Standesvertretung diese Haltung angesichts des aktuellen Fachkräftemangels überhaupt vertreten könne, sei ihm »völlig unklar«. Damit spielt der Gewerkschaftsvorstand auf die kürzlich veröffentliche Stellungnahme der ABDA an,  in der sie hervorhebt, dass den PTA für mehr Verantwortung

etwa bei der Arzneimitteltherapiesicherheit die fachliche Kompetenz eines Apothekers fehle. 

Bei den PTA-Kollegen überwiege die Enttäuschung, berichtet May. Ziel der Reform sollte sein, die Rolle der Assistenten zu stärken sowie das Berufsbild zu modernisieren. Die Apothekengewerkschaft fordert eine verlängerte Ausbildungszeit unter anderem, um den neuen Herausforderungen in puncto Beratung Rechnung tragen zu können. May appelliert daher erneut an die Politik, die Reform noch einmal nachzubessern.

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