| Paulina Kamm |
| 11.08.2026 11:31 Uhr |
Nach dem gestrigen Erdbeben in Kolumbien werden weiterhin Menschen aus den Trümmern geborgen. / © Imago / Anadolu Agency
Gestern fielen in Kolumbien über hundert Menschen einem Erdbeben der Stärke 7,4 zum Opfer (Stand 11.August 2026). Dies meldeten zahlreiche Medien. Das Medikamentenhilfswerk »Action medeor«, das laut Angaben der Vorständin Fundraising und Kommunikation, Angela Zeithammer, seit über 15 Jahren in dieser Region Hilfe leistet, konnte 10.000 Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung stellen. »Es geht dabei um die grundlegenden Bedürfnisse: Schutz, Nahrung, Wasser, Hygiene, Gesundheit«, so Zeithammer in einer Mitteilung.
Durch die bisherige Arbeit im besagten Gebiet konnte »Action medeor« schnell agieren: »Wir konnten bereits Kontakt zu unseren Partnern aufnehmen, die uns von massiven Zerstörungen in den Städten berichtet haben«, schildert Zeithammer. In der betroffenen Stadt Cali seien viele Gebäude eingestürzt, einige Menschen werden weiterhin in den Trümmern gesucht.
Besonders schwer betroffen könnten laut »Action medeor« ärmere Menschen sein, die an den Stadträndern leben: »Die Menschen wohnen zumeist in informellen Siedlungen, die oft auch an Hügeln und Hängen gebaut sind. Wir hoffen, dass es hier keine Erdrutsche gegeben hat«, berichtet die Vorständin.
Generell versuche man aktuell, einen Überblick zu gewinnen. Auch die Lage auf dem Land sei bisher ungewiss: »Wir müssen auch befürchten, dass nicht alle Dörfer sofort zugänglich sind, weil nach dem Erdbeben Straßen und Infrastruktur zerstört ist«, so Zeithammer.