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Atopische Dermatitis

Abrocitinib bessert Hautbild und lindert Juckreiz

Zahlreiche CYP-Interaktionen

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit (15,1 Prozent) und – mit weniger als 10 Prozent – Kopfschmerzen, Akne, Herpes simplex, erhöhte Kreatinphosphokinase, Erbrechen, Schwindel und Schmerzen im Oberbauch. Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen sind Infektionen wie Herpes simplex, Herpes zoster und Pneumonie. Bei Patienten unter Abrocitinib wurden tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) berichtet. Daher soll das Medikament bei Patienten mit hohem Risiko für TVT/LE mit Vorsicht angewendet werden.

Abrocitinib wird vorwiegend über die Enzyme CYP2C19 und -2C9 und in geringerem Maß über die Enzyme CYP3A4 und -2B6 metabolisiert. Die aktiven Metaboliten werden über die Nieren ausgeschieden und sind Substrate des organischen Anionentransporters 3 (OAT3). Das birgt viel Wechselwirkungspotenzial. Arzneistoffe, die Inhibitoren oder Induktoren dieser Enzyme und Transporter sind, können die Wirkspiegel von Abrocitinib und/oder seiner aktiven Metaboliten verändern.

Daher sollte die empfohlene Dosis halbiert werden, wenn Patienten eine duale Therapie mit starken CYP2C19-Inhibitoren und mäßigen CYP2C9-Inhibitoren oder starke CYP2C19-Inhibitoren als Monotherapie erhalten. Eine parallele Anwendung mit mäßigen oder starken Induktoren der Enzyme CYP2C19 und -2C9 wird nicht empfohlen.

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