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Medizinische Forschung

79 Prozent zur Datenspende bereit

Mehr als drei Viertel der Deutschen wären damit einverstanden, die eigenen Gesundheitsdaten kostenfrei und anonym für die medizinische Forschung zur Verfügung zu stellen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage hervor. Tendenziell ist die Bereitschaft der Männer etwas höher.
Jennifer Evans
28.08.2019
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Die Menschen hierzulande hoffen, mithilfe ihrer Gesundheitsdaten zur besseren Prävention und Therapie von Krankheiten beitragen zu können. Danach gefragt, wie lange die Forschung ihre persönlichen Gesundheitsdaten verwenden darf, sprachen sich 73 Prozent der Umfrageteilnehmer für eine Nutzung von mindestens fünf Jahren aus. 56 Prozent waren bereit, die entsprechenden Informationen sogar zeitlich unbegrenzt für die medizinische Forschung zur Verfügung zu stellen. Lediglich 27 Prozent der Befragten gaben an, vor jedem einzelnen Projekt explizit nach ihrem Einverständnis gefragt werden zu wollen.

Abweichungen zwischen den Antworten von chronisch Kranken und Gesunden hat es demnach nicht gegeben. Mit 84 Prozent war die Bereitschaft zur Datenspende bei den Männern etwas höher als bei den Frauen mit 75 Prozent.  Aufgabe der Forschenden sei nun, zeitnah gemeinsam mit der Politik eine »rechtssichere und vertrauenswürdige Umgebung für eine solche Forschungsdatenspende bereitzustellen«, so Sebastian Semler, Geschäftsführer der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF). Die Plattform hatte die repräsentative Online-Befragung unter mehr als 1000 Deutschen ab 18 Jahren in Auftrag gegeben.

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