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Versandhandel: Grünes Licht für Apo-Rot-Übernahme

 

Der Übernahme der Versandapotheke Apo-rot durch den Versender Doc Morris steht nichts mehr im Wege. Wie das Bundeskartellamt heute mitteilte, hat sie der Transaktion grünes Licht erteilt. «Das Zusammenschlussvorhaben ist wettbewerblich unbedenklich», so der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt. Doc Morris sei zwar die größte Versandapotheke in Deutschland, aber auch bei Übernahme von Apo-Rot sehen die Wettbewerbshüter keine Gefahr für den Markt. Die gemeinsamen Marktanteile der beiden Unternehmen am Umsatzvolumen von rezeptpflichtigen Medikamenten lägen bundesweit bei unter 1 Prozent, bei rezeptfreien Arzneimitteln bei unter 5 Prozent, so die Wettbewerbshüter aus Bonn.

 

Selbst in Postleitzahlengebieten mit nur einer stationären Apotheke sei die gemeinsame Marktposition der Zusammenschlussbeteiligten wettbewerblich unbedenklich, «da den Verbrauchern sowohl zahlreiche andere Versandapotheken als auch stationäre Apotheken in benachbarten Regionen für ihre Medikamentenversorgung zur Verfügung stehen». Deutschlandweit liegt den Angaben des Kartellamts zufolge der Marktanteil aller Versandapotheken bei den Rx-Arzneimitteln derzeit bei rund 1,3 Prozent. Im Markt der nicht rezeptpflichtigen Präparate halten die Versender demnach einen Anteil von rund 13,4 Prozent.

 

Die niederländische Versandapotheke Doc Moris hatte im Mai dieses Jahres angekündigt, das Onlinegeschäft des deutschen Unternehmens Apo-Rot übernehmen zu wollen. Die Marke ist eine der ältesten Versandapotheken Deutschlands und wurde 2004 von der Apotheke am Rothenbaum in Hamburg gegründet. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 500 Mitarbeiter, bedient knapp 800.000 Kunden und hat einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro.

 

Der Versand von bei Apo-Rot bestellten Waren soll nun ab Winter von der Doc-Morris-Firmenzentrale im niederländischen Heerlen aus erfolgen. Die vier Hamburger Apo-Rot-Apotheken sowie die 18 Partnerapotheken im gesamten Bundesgebiet sollen bestehen bleiben und werden weiterhin von der Hansestadt aus geführt. (et)

 

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06.07.2018 l PZ

Foto: Fotolia/MK-Photo