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PEI: Impfstoff-Lieferengpässe besser voraussehen

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Apotheker und andere Interessierte sollen in Zukunft schneller erfahren, ob Lieferengpässe bei bestimmten Impfstoffen drohen. Für diese Fälle hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sein Meldesystem überarbeitet. «Es ist uns gelungen, den Informationsaustausch zwischen Impfstoffherstellern und den Bundesbehörden weiter zu verbessern und Informationen transparent zu veröffentlichen», sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek.

 

Die Liste mit Lieferengpässen finden Bürger weiterhin auf der Homepage des Instituts. Die Hersteller geben die Informationen nach wie vor freiwillig heraus, eine Pflicht zur Meldung gibt es nicht. Die Pharmaindustrie ist jedoch direkt an der Weiterentwicklung des Meldesystems beteiligt. Man habe es in Kooperation mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller und dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie so optimiert, dass die reale Liefersituation der Hersteller besser beurteilt werden kann, teilte das PEI mit. So will man frühzeitig auf drohende Engpässe reagieren können und verhindern, dass sie dazu führen, dass sich weniger Menschen impfen lassen.

 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte im April ebenfalls angekündigt, sein generelles Meldesystem für Lieferengpässe zu überarbeiten und ein neues Onlineportal zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um Impfstoffe, sondern um alle von Engpässen bedrohten Arzneimittel. Das neue Onlineportal wird von BfArM und PEI gemeinsam erstellt. (ap)

 

Zur PEI-Liste der Lieferengpässe (externer Link)

 

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12.07.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Minerva Studio