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Triptane + SSRI: Risiko für Serotonin-Syndrom ist gering

 

Theoretisch begünstigt die gleichzeitige Einnahme von Triptanen und bestimmten Antidepressiva das Risiko, ein Serotonin-Syndrom zu erleiden. Neue Studiendaten aus den USA zeigen jedoch ein geringes Risiko. So traten einer Studie von Forschern der University of Florida in Gainesville zufolge etwa 0 bis 4 Fälle pro 10.000 Personenjahren auf, wenn Triptane und selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitoren (SNRI) gleichzeitig eingenommen werden. Die Wissenschaftler um Dr. Yulia Orlova werteten die Daten von 19.017 Patienten aus, die eine solche Medikamentenkombination erhalten hatten. Bei 17 Patienten bestand der Verdacht auf ein Serotonin-Syndrom, von denen nur zwei eindeutig bestätigt wurden, schreiben sie im Fachjournal «JAMA Neurology».

2006 gab die US-Arzneimittelbehörde FDA einen entsprechenden Warnhinweis für die potenzielle Wechselwirkung aus. Die Forscher schlagen vor, den Hinweis zu überdenken. Bei einem Serotonin-Syndrom kommt es zu Symptomen wie Tachykardie, Blutdruckschwankungen, Übelkeit und Diarrhö. Der Zustand kann lebensbedrohlich werden. Daher sollten Medikamente, die den Serotonin-Spiegel beeinflussen, nur mit Vorsicht kombiniert werden. (dh)

DOI: 10.1001/jamaneurol.2017.5144

 

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27.02.2018 l PZ

Foto: Fotolia/designer491