Stiftung Warentest: Mundspüllösungen überprüft |

In ihrer Januar-Ausgabe der Zeitschrift «Test» nimmt die Stiftung Warentest nicht apothekenpflichtige antiseptische Mundspüllösungen unter die Lupe. Diese kommen laut der Stiftung für Menschen infrage, die mit Zahnbürste, Zahnpaste und Zahnseide kein perfektes Reinigungsergebnis erzielen. Dazu gehören Personen mit Zahnspangen oder motorisch eingeschränkte Menschen.
Auf 12 der 20 getesteten Lösungen sei Verlass, so das Ergebnis. Durch ihre Inhaltsstoffe und deren Konzentration können sie Karies, Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen vorbeugen. In den meisten Lösungen waren Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid in unbedenklichen Konzentrationen enthalten. Fünf Testlösungen konnten dagegen ihre Gesundheitsversprechen im Test nicht einlösen. Zwei davon enthielten Hydroxylapatit, was laut Stiftung Warentest den Zahnschmelz nicht so widerstandsfähig gegen Säuren macht wie das sonst häufig verwendete Fluorid.
Sieben Flaschen waren nicht kindergesichert. Die Stiftung bemängelt das: Zwar sei in der Regel kein Alkohol enthalten, doch der Fluorid- und Zink-Gehalt vieler Erwachsenenprodukte sei für Kinder zu hoch. Kinder unter sechs Jahren sollten keine Fluorid-haltigen Mundspüllösungen verwenden, da sie sie noch nicht zuverlässig wieder ausspucken.
Die Preise der Lösungen lagen zwischen 0,15 Euro und 1,60 Euro pro 100 Milliliter. Testsieger wurde ein Eigenmarke-Produkt einer Drogeriekette, dessen Rezeptur der Hersteller allerdings mittlerweile geändert hat. Drei der mangelhaft bewerteten Produkte gehörten zu den teuersten. (dh)
www.test.de/mundspuelungen, (externer Link; kostenpflichtig)
20.12.2017 l PZ
Foto: Stiftung Warentest