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Antibabypille: Jede Zweite leidet unter Nebenwirkungen

 

Mehr als jede zweite junge Frau leidet unter Nebenwirkungen der Antibabypille. Jede Zehnte berichtet sogar von Depressionen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK hervor. Fast ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen (30 Prozent) berichtete, diese Nebenwirkung (gehabt) zu haben. «Das ist ein beunruhigendes Ergebnis», sagt Dr. Alexander Klostermann, Gynäkologe beim SBK Gesundheitstelefon. Häufige Nebenwirkungen sind neben Gewichtszunahme (28 Prozent) und Kopfschmerzen/Migräne (17 Prozent) auch sexuelle Unlust (9 Prozent). Besonders jüngere Frauen zwischen 18 und 24 Jahren bemerken häufiger Nebenwirkungen (65 Prozent). Über alle Altersklassen hinweg gaben 51 Prozent der Befragten an, keine Nebenwirkungen wahrgenommen zu haben. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage, an der 1.054 Frauen ab 18 Jahren teilnahmen. Daraus lässt sich nicht ableiten, ob und in welchem Ausmaß die Symptome tatsächlich Nebenwirkung der hormonellen Verhütung waren.

 

Laut der Umfrage nehmen 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 38 Prozent der 25- bis 34-Jährigen die Antibabypille. Bei den 35- bis 45-Jährigen sind es noch 18 Prozent sowie 9 Prozent bei den Befragten zwischen 45 und 54 Jahren. 43 Prozent der Befragten gab an, die Pille schon einmal genutzt zu haben, diese als Verhütungsmittel jedoch nicht mehr in Betracht zu ziehen. Die Hormonspirale hingegen erfreut sich weniger Beliebtheit: Nur 3 Prozent greifen aktuell bei der Verhütung darauf zurück.

 

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10.10.2017 l PZ/Aponet

Foto: Fotolia/Knut Wiarda