Weltwassertag: Medikamentenreste belasten Trinkwasser |

Medikamente können nach Ansicht der Wasserwirtschaft in Rheinland-Pfalz sowie in Hessen zu einer wachsenden chemischen Belastung für das Trinkwasser werden. Unkenntnis und Gedankenlosigkeit führten dazu, dass in privaten Haushalten Reste von Arzneimitteln in den Ausguss oder die Toilette gekippt würden, erklärte der Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz (LDEW) zum heutigen Weltwassertag.
Kläranlagen seien zwar technisch hervorragend ausgerüstet, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Horst Meierhofer. «Allerdings können sie nicht alle Inhaltsstoffe von Medikamenten aus dem Abwasser filtern.» Die dafür notwendige Nachrüstung der Anlagen wäre sehr aufwendig und sehr teuer. Inzwischen seien Wirkstoffe von Medikamenten bereits in Gewässern wie Bächen, Flüssen oder Seen festgestellt worden.
Um dem Problem zu begegnen, seien private Haushalte ebenso wie Apotheken und Arzneimittelhersteller gefordert, sagte Meierhofer der Nachrichtenagentur dpa. So müsse auch darüber nachgedacht werden, Medikamente in kleineren Verpackungen anzubieten, so dass nach Ablauf der Haltbarkeit weniger Reste anfallen.
Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und steht unter immer unterschiedlichen Themen. In diesem Jahr beschäftigt er sich mit Abwasser und Abwassernutzung.
22.03.2017 l dpa
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