Wirkstoffpflaster: Vor Anwendung beraten lassen |

Wer statt Tabletten zu schlucken seine Medikamente lieber per Wirkstoffpflaster zu sich nimmt, sollte sich vor der Anwendung beraten lassen. Darauf weist die Barmer heute in einer Mitteilung hin. «Vor allem Allergiker sollten mit einem Arzt oder Apotheker sprechen, bevor sie Wirkstoffpflaster verwenden», betont Heidi Günther, Apothekerin bei der Krankenkasse.
Besonders die Klebestoffe in den Pflastern könnten Hautirritationen und Juckreiz auslösen. Zudem seien Unverträglichkeiten auf bestimmte Arzneimittel auch mit einem Wirkstoffpflaster nicht ausgeschlossen. «Wer empfindlich auf einen Wirkstoff reagiert, bei dem werden auch Arzneimittelpflaster Nebenwirkungen hervorrufen», sagt Günther.
Die Vorteile von Wirkstoffpflastern liegen der Barmer zufolge vor allem darin, dass bei ihrer Anwendung der Weg über den Verdauungstrakt wegfällt, was Magen und Darm weniger stark belastet. Wer seine Tabletten gar nicht oder nicht regelmäßig einnehmen könne – etwa wegen Zeitumstellung auf Reisen oder aufgrund einer Demenz –, profitiere ebenfalls. «Solange das Arzneipflaster sich nicht von der Haut löst, gibt es gleichmäßig seinen Wirkstoff an den Körper ab. Der Patient muss nicht an die regelmäßige Einnahme einer Tablette denken», so Günther.
Zu Jahresbeginn hat sich die Barmer GEK mit der Deutschen BKK zusammengeschlossen. Die neue Barmer versichert rund 9,6 Millionen Menschen. An den großen Standorten der Deutschen BKK in Wolfsburg, Stuttgart und Düsseldorf sollen verschiedene Fachzentren entstehen. Insgesamt soll das Geschäftsstellennetz ausgebaut werden. (cd)
19.01.2017 l PZ
Foto: PZ/Alois Müller