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Drei Viertel der deutschen Männer essen zu viel Fleisch

 

Die meisten Deutschen essen deutlich mehr Fleisch, als für sie gesund wäre: 74 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen überschreiten den Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 300 bis 600 Gramm pro Woche.

 

Die Daten, die das Max-Rubner-Institut (MRI) heute veröffentlicht hat, sind allerdings nicht mehr ganz neu: Sie basieren nach Angaben des Bundesinstituts auf einer Erhebung aus dem Jahr 2008. Bei der «Nationalen Verzehrstudie II», der laut MRI bisher größten repräsentativen Befragung zur Ernährungssituation der Deutschen, wurden damals knapp 20.000 Menschen befragt. Auch neuere, weniger umfängliche Befragungen flossen demnach in die Auswertung ein.

 

Am liebsten mögen Deutsche dem MRI zufolge Schweinefleisch, welches knapp die Hälfte des bundesweiten Fleischkonsums ausmacht. Geflügel macht rund ein Fünftel aus und ist damit beliebter als das teurere Rind- oder Kalbfleisch. Besonders der Konsum von großen Mengen von rotem Fleisch erhöht das Risiko für Altersdiabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebs und Schlaganfälle, wie mehrere internationale Studien besagen.

 

Junge Menschen unter 34 würden mehr Fleisch als Senioren über 65 verzehren. Bei Menschen, die mit anderen zusammen leben, käme mehr Fleisch auf den Tisch als in Single-Haushalten. Auch eine niedrigere Schulbildung führe zu einem hohen Fleischkonsum. Zudem würden Vielfleischesser oft generell kalorienreicher essen und sind daher häufiger stark übergewichtig. Deutschlands Vegetarier haben laut MRI häufiger eine hohe Schulbildung als Fleischesser und sind meist jünger.

 

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02.12.2016 l dpa

Foto: Fotolia/auremar