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Malaria: Malarone jetzt auch zur Langzeitprophylaxe

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Die Wirkstoffkombination Atovaquon plus Proguanil (Malarone®) durfte bislang nur über 28 Tage eingenommen werden. Jetzt hat das Malariamittel auch die Zulassung für eine längere Anwendung, teilt Hersteller Glaxo-Smith-Kline mit. Reisende in Malariagebiete nehmen ab einem bis zwei Tage vor der Abreise eine Tablette einmal täglich ein und setzen die Einnahme während des gesamten Aufenthalts bis sieben Tage nach Verlassen des Malariagebiets fort. Die Einnahmedauer ist nun zeitlich unbegrenzt.

 

Die in Malarone enthaltene Wirkstoffkombination schützt in vielen Endemiegebieten vor der Infektion mit der gefährlichsten Variante der Malaria, ausgelöst durch Plasmodium falciparum (Malaria tropica). Es wirkt gegen bestimmte Blut- und Leberstadien der Plasmodien. Das Präparat ist auch zugelassen zur Behandlung der akuten, unkomplizierten Malaria tropica, muss dann allerdings in anderer Dosierung eingenommen werden. Die Zulassungserweiterung gilt auch für Malarone Junior für Kinder ab 11 kg (Prophylaxe) beziehungsweise 5 kg Körpergewicht (Behandlung).

 

Sehr häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Abdominalschmerzen. Zudem treten unter anderem Schlaflosigkeit und Schwindel, Anämie, Depressionen, Fieber, Allergien und Hautreaktionen häufig auf. Weitere mückenabwehrende Maßnahmen wie Insektenspray und Moskitonetze sind auch unter medikamentöser Prophylaxe unerlässlich. (db)

 

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09.10.2012 l PZ

Foto: GSK