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Medizin: Nur jeder zweite Student will als Arzt arbeiten

 

Fast jeder zweite Medizinstudent erwägt, nach dem Studium als Arzt tätig zu sein. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Ärzteorganisation Hartmannbund hervor, an der mehr als 20.000 Medizinstudierende teilnahmen. «Das ist bei einem so beliebten Studiengang wie der Humanmedizin ein Armutszeugnis für all jene, die für die Rahmenbedingungen der ärztlichen Ausbildung und Berufsausübung verantwortlich sind», sagte der Vorsitzender des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte. Hierarchie und lange Arbeitszeiten in den Kliniken sowie wenig familienfreundliche Anforderungen in Arztpraxen zählten zu den Hauptursachen. In Gefahr sei die flächendeckende Versorgung.

 

Von den Pharmaziestudenten will sogar fast nur jeder Vierte später einmal in einer öffentlichen Apotheke arbeiten. Bei einer Umfrage unter 451 Pharmaziestudenten im Jahr 2010 gaben nur 27,9 Prozent diesen Wunsch an. 25,7 Prozent wollen in die pharmazeutische Industrie gehen, 20,6 Prozent an der Universität oder in anderen Forschungseinrichtungen arbeiten. Nur 10 Prozent hatten sich für Pharmazie entschieden, da sie die Aussicht auf Übernahme einer Apotheke hatten. Die Umfrage führten der Bundesverband der Pharmaziestudierenden und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft durch.

 

08.05.2012 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/PhotoCD