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Typhus: GSK-Impfstoffe nicht lieferbar

 

Die beiden Typhusimpfstoffe Typherix® und Hepatyrix® sind bis voraussichtlich Mitte 2014 nicht lieferbar, meldet Hersteller Glaxo-Smith-Kline (GSK). Ursache für die globalen Lieferengpässe seien Verzögerungen bei der Fertigstellung einer neuen Impfstoff-Produktionsstätte. Gemäß den Vorgaben der WHO habe GSK bei der Produktion von Impfstoffen Prioritäten gesetzt und nutzt die vorhandenen Kapazitäten vorerst für die Herstellung von Kinderimpfstoffen für die Grundimmunisierung aller Kinder im Säuglingsalter. Der Hersteller betont, dass die Lieferengpässe nicht durch Probleme mit der Qualität oder Sicherheit der Impfstoffe bedingt seien.

 

Laut GSK stellt das Fehlen der beiden Impfstoffe derzeit kein Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland seien mit Typhoral L® (Novartis Vaccines) und Typhim Vi® (Sanofi-Pasteur MSD) als Typhus-Monoimpfstoffe sowie Viatim® (ebenfalls Sanofi-Pasteur MSD) als Hepatitis-A-Typhus-Kombinationsimpfstoff Alternativen verfügbar. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Typhus-Ausbruchs habe GSK kleine Mengen der Impfstoffe als Notfallbestand vorrätig, sodass keine negativen Konsequenzen aus der Lieferunfähigkeit zu befürchten seien.

 

Typherix® ist ein Typhus-Vi-Polysaccharid-Impfstoff, der seit August 2011 nicht lieferbar ist. Hepatyrix®, ein kombinierter Hepatitis-A- und Typhus-Vi-Polysaccharid-Impfstoff, ist seit diesem Monat nicht lieferbar. (kg)

 

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10.04.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Atkins