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Immer weniger Apotheken in Deutschland

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Die Zahl der Apotheken ist in Deutschland weiter zurückgegangen: von 21.441 Betrieben im Jahr 2010 auf 21.238 im Jahr 2011. Das ist der niedrigste Stand seit 15 Jahren. «Jede Woche schließen in Deutschland acht Apotheken – und nur vier machen neu auf», sagte Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), heute in Berlin. Anlass war eine Pressekonferenz der ABDA zum Thema «Apothekenlandschaft 2012: Zahlen – Fakten – Trends». Die «schleichende Ausdünnung» müsste gestoppt werden, so Wolf, «wenn auf Dauer nicht die Versorgung vor Ort gefährdet sein soll». Der Anteil der Filialapotheken nahm weiter zu. Waren 2010 noch 16,2 Prozent der Apotheken Filialen, lag deren Anteil 2011 bereits bei 17,2 Prozent.

 

Wolf legte auch Zahlen zum europaweiten Vergleich vor. Demnach liegt die Apothekendichte in Deutschland im europäischen Mittelfeld. 3800 Menschen kommen hierzulande auf eine Apotheke. Frankreich, Italien und Spanien können eine weitaus höhere Apothekendichte vorweisen.

 

Als Grund für den Apothekenrückgang gaben die ABDA-Vertreter die schwierige wirtschaftliche Lage der Apotheker unter anderem durch das Arzneimittel-Neuordnungsgesetz (AMNOG) und den erhöhten Zwangsabschlag an. (ah)

 

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27.03.2012 l PZ

Foto: ABDA/DAV