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Uni Leipzig: Studenten reden Politikern ins Gewissen

 

Die Pharmaziestudenten der Universität Leipzig kämpfen für ihr von der Schließung bedrohtes Institut. Für die kommende Woche haben sie die sächsischen Landtagsabgeordneten eingeladen. Da der Protest von Studenten und Professoren gegen die Pläne des Unirektorats bislang erfolglos geblieben ist, hoffen die Leipziger Pharmazeuten nun auf die Politik, genauer gesagt auf das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Das Ministerium muss die Kürzungspläne des Unirektorats genehmigen, hat sich aber bislang nach Auskunft der Studenten noch nicht positioniert oder zum offenen Dialog bereit erklärt.

 

«In einer Informations- und Diskussionsrunde möchten wir vermitteln, was Pharmazie ist, was uns und unseren Studiengang auszeichnet und vor allem natürlich warum die Pharmazie unbedingt in Sachsen gehalten werden muss», begründet Fachschaftsvertreterin Christin Nitzschke die Einladung für den 31. Januar und 2. Februar. Die Studenten wollen sich allen Fragen der Politiker stellen, so Fachschaftssprecher Chris Graichen. «Ich bin mir sicher, dass das Ministerium diese Entscheidung nicht leichtfertig fällen wird, schließlich hätte die Schließung des pharmazeutischen Instituts schon in naher Zukunft weitreichende Folgen für das sächsische Gesundheitswesen.»

 

Im Dezember hatte das Rektorat der Uni Leipzig überraschend angekündigt, das gesamte pharmazeutische Institut schließen zu wollen. Seitdem führen die Studenten immer wieder Demonstrationen und Aktionen durch. Fürsprecher hat die Leipziger Pharmazie auch in der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Sächsischer Apothekerkammer und -verband und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft. (db)

 

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Leipziger Pharmazie: Kampf gegen Schließung geht weiter, Meldung vom 22.12.2012

Uni Leipzig: Pharmazie auf der Abschussliste, PZ 51/52/2011

 

25.01.2012 l PZ

Foto: Nitzschke