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Pandemrix: Narkolepsie als mögliche Nebenwirkung

 

In Schweden und Finnland sind mehrere Kinder in zeitlichem Zusammenhang mit der H1N1-Impfung an Narkolepsie erkrankt. Ob ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist noch nicht geklärt, meldet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Der schwedischen Arzneimittelbehörde wurden im Sommer 2010 sechs Fälle gemeldet. Die betroffenen Kinder im Alter von 12 bis 16 Jahren hatten ein bis vier Monate nach der Pandemieimpfung erste Symptome einer Narkolepsie gezeigt. Die vier Kernsymptome dieser Schlafstörung sind Tagesschläfrigkeit, Kataplexie (kurzzeitiger Verlust des Muskeltonus), Schlaflähmungen und Halluzinationen, die beim Einschlafen und Aufwachen auftreten können.

 

In Finnland traten in diesem Jahr bereits 15 Fälle von Narkolepsie bei Kindern bis 16 Jahre auf. Das sind deutlich mehr als im Durchschnitt (zwei bis sieben pro Jahr laut der finnischen Gesundheitsbehörde). Bei mindestens sechs von ihnen besteht ein zeitlicher Zusammenhang zur Pandemrix-Impfung. Die ersten Symptome traten zwei bis zehn Wochen nach der Impfung auf. Der Impfstatus der anderen Kinder wird derzeit erfragt. Als Vorsichtsmaßnahme hat die finnische Gesundheitsbehörde beschlossen, die Impfung mit der monovalenten Vakzine bis zur Klärung der Fälle auszusetzen. In Deutschland sei noch kein Verdachtsfall von Narkolepsie bekannt geworden, teilte das PEI mit. (db)

 

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25.08.2010 l PZ

Foto: Fotolia/Pfluegl