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Jubiläum
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100 Jahre Apothekerkammergesetz in Thüringen

Vor 100 Jahren – am 30. April 1926 – beschloss der Thüringer Landtag das Apothekerkammergesetz und setzte damit den Grundstein für die Gründung der Landesapothekerkammer. Für die LAKT war das ein Grund zum Feiern.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 04.05.2026  16:35 Uhr

Herausforderungen und Enttäuschungen

Seit der Neugründung habe die LAKT einige Herausforderungen und Enttäuschungen erlebt. Ganz vorne dabei stehe die Zulassung des Versandhandels von Arzneimitteln im Jahr 2004. Diesen Spitzenplatz könne aber in Kürze das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz einnehmen, dem zufolge der Kassenabschlag für Apotheken steigen soll. Entsprechend würden Apotheken finanziell stärker belastet, statt entlastet, wie im Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart worden war. »Das ist ein klarer Vertrauensbruch der bundespolitischen Koalition uns gegenüber«, kritisierte Schreiber. Er zeigte Unverständnis dafür, dass die Anhebung des Fixums so lange auf sich warten lasse, während der Entwurf des GKV-Spargesetzes so rasch beschlossen werden konnte.

Unverständnis und Enttäuschung seien selbst bei den leidensfähigsten des Berufsstands inzwischen groß, betonte auch Danny Neidel, Geschäftsführer der LAKT. Neidel lobte in diesem Zusammenhang die anwesende Katharina Schenk, Landesministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie und stellvertretende Vorsitzende der SPD in Thüringen, die sich auf die Seite der Apothekerschaft gestellt habe.

Dies tat sie auch bei der Jubiläumsveranstaltung. Die Apothekerschaft habe faktisch eine Steigerung versprochen bekommen und erhielten jetzt eine Kürzung, sagte die Ministerin. Einsparungen im Gesundheitswesen vorzunehmen sei wichtig; die Art und Weise wie die Änderungen jetzt durchgesetzt würden, sei ein schlechter Stil und inhaltlich auch nicht gut unterfüttert. Wichtig sei ihr, dass die Prävention stärker ausgebaut würde, sagte Schenk. »Wir sollten uns vom Behandeln von Krankheiten hin zur Stärkung der Gesundheit entwickeln, sonst werden wir immer steigende Gesundheitskosten haben.«

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