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Bundestagsabgeordnete in Ahauser Apotheke
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Zwischen Reform und Realität

Versandhandel, Nachfolgeproblematik, Abhängigkeiten in der Lieferkette: Über aktuelle Herausforderungen für Apotheken machte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus in der Gesundpunkt-Apotheke von Stephan Barrmeyer in Ahaus-Wüllen ein Bild.
AutorKontaktPZ
Datum 10.09.2026  15:45 Uhr

Kurz vor dem bevorstehenden Apothekertag in München, bei dem die Delegierten ihre Positionen darlegen und Forderungen an die Politik formulieren können, kam die Politik jetzt zu den Apotheken: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus stattete der Gesundpunkt-Apotheke von Stephan Barrmeyer in Ahaus-Wüllen einen Besuch ab und erhielt dabei auch Einblicke hinter die Kulissen.

Herausforderungen für Apotheken gibt es auch nach der beinahe abgeschlossenen Apothekenreform mit erhöhtem Fixum und mehr Kompetenzen genug. Etwa über die ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen lokalen und Versandapotheken, über die problematische Nachfolgersuche und über die Abhängigkeit von Wirkstoffimporten aus Asien sprach Apotheker Barrmeyer mit der Abgeordneten. Auch die 

Sicherstellung einer krisenfesten Gesundheitsversorgung sowie Möglichkeiten zum Abbau

bürokratischer Hürden seien Themen des Gesprächs gewesen, teilte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) mit.

Heselhaus konnte zudem einen Blick hinter die Kulissen werfen, etwa ins Labor mit der Infrarot-Spektroskopie zur Identitätsprüfung von Ausgangsstoffen. Zu ihrem Rundgang gehörte zudem das Topitec-Mischsystem zur Herstellung individueller Rezepturen sowie der Kommissionierautomat zur Lagerung und Bereitstellung von Arzneimitteln.

Wie wichtig gerade bei temperaturempfindlichen Arzneimitteln die lückenlose Einhaltung der Kühlkette ist, erklärte Barrmeyer der Politikerin außerdem. »Einem Arzneimittel sieht man häufig nicht an, ob es während des Transports zu warm oder zu kalt gelagert wurde. Für Qualität und Wirksamkeit kann das jedoch entscheidend sein und im schlimmsten Fall Risiken für die Patientinnen und Patienten mit sich bringen«, so der Apotheker.

Die Einblicke in die Arbeit der Apotheken als niedrigschwellige Gesundheitsversorger wusste die Abgeordnete zu schätzen und versprach, »viele der heute angesprochenen Punkte« mitzunehmen und in zukünftige Diskussionen einzubringen.

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