| Laura Rudolph |
| 24.06.2026 16:15 Uhr |
Zugleich machte Hoffmann deutlich, dass viele Apotheken wirtschaftlich unter Druck stehen. »Auch junge Kollegen fragen sich zu Recht, wie zukunftsfest der Beruf ist.« Die neuen Leistungen und die verbesserte Honorierung müssten als Gesamtpaket verstanden und genutzt werden. Andere Länder erzielten mit pharmazeutischen Dienstleistungen bereits einen zweistelligen Prozentsatz des Gesamtumsatzes – in dieser Hinsicht hinke Deutschland noch hinterher. Ziel sei es, die pharmazeutische Kompetenz stärker in die Versorgung einzubringen und deren Nutzen für Patienten und Politik sichtbar zu machen.
Hoffmann sieht die Politik jedoch in der Pflicht, verlässliche Rahmenbedingungen für Apotheken zu schaffen. Er appellierte eindringlich an das Bundesgesundheitsministerium, die mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz geplante Erhöhung des Kassenabschlags zu überdenken.
Darüber hinaus müsse die Nachwuchsförderung gestärkt werden. Die Bundesapothekerkammer (BAK) arbeite bereits an der Novellierung der Approbationsordnung, um den Berufsstand langfristig zukunftsfest aufzustellen.