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Tuberkulose
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Zwei neue Impfstoffe zeigen gewisse Schutzwirkung

Jährlich sterben immer noch mehr als eine Millionen Menschen weltweit an Tuberkulose (Tb). Zwei neue Impfstoffe zeigten in klinischen Studien jetzt ein gutes Sicherheitsprofil. Sie boten zwar keinen Schutz gegen alle Formen der Tb, könnten aber die Krankheitslast reduzieren.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 10.04.2026  07:00 Uhr
Zwei neue Impfstoffe zeigen gewisse Schutzwirkung

Bereits seit Langem gibt es mit der BCG-Impfung einen Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose, der jedoch nur in Ländern mit hoher Tuberkulose-Last verimpft wird. Er schützt zwar junge Kinder effektiv vor schweren Tb-Formen, bietet jedoch keinen Schutz für Jugendliche und Erwachsene. Angesichts von zehn Millionen Neuerkrankungen pro Jahr und zuletzt 1,23 Millionen Todesfällen im Jahr 2024 bedarf es dringend besserer Präventionsmöglichkeiten. Schließlich ist es erklärtes Ziel der Weltgesundheitsorganisation, die Zahl der Neuinfektionen ausgehend vom Wert im Jahr 2015 bis 2030 um 80 Prozent und die Zahl der Todesfälle um 90 Prozent zu senken.

Jetzt liegen die Ergebnisse einer Phase-III-Studie namens PreVenTB Trial vor, in der gleich zwei neue Impfstoffe getestet wurden. Durchgeführt wurde die Studie an 18 Orten ins sechs Bundesstaaten Indiens. In Indien lebten zuletzt schätzungsweise 2,55 Millionen Menschen mit Tb. Geimpft wurden 12.717 gesunde Haushaltskontakte (Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren), die mit einem kürzlich mit Tb diagnostizierten Menschen zusammen wohnen.

Rekombinatentes BCG und atypische Mykobakterien

Ein Drittel bekam den Impfstoffkandidaten VPM1002, ein Drittel eine Vakzine namens Immuvac und ein Drittel ein Placebo. Einen Monat später erhielten 11.829 gesunde Teilnehmende eine zweite Dosis. Die Studie fand während der Corona-Pandemie statt, sodass nicht alle Teilnehmenden ihre zweite Dosis erhalten konnten.

VPM1002 wird rekombinant hergestellt und enthält gentechnisch modifizierte BCG-Zellen. BCG steht für Bacillus Calmette-Guérin. Immuvac enthält durch Hitze abgetötete nicht pathogene, atypische Mykobakterien.

Der primäre Endpunkt war der Schutz vor einer pulmonaren und extrapulmonaren Tuberkulose über 38 Monate. Die sekundären Endpunkte waren die Entwicklung einer latenten Tb-Infektion, unerwünschte Wirkungen, die Wirksamkeit in bestimmten Altersgruppen und die Immunogenität.

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