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Gesetzliche Krankenversicherung

Zusatzbeitrag steigt auf 1,1 Prozent

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) legt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das kommende Jahr auf 1,1 Prozent fest. Damit steigt der Beitragssatz im Vergleich zu 2019 um 0,2 Prozentpunkte.
Christina Müller
28.10.2019
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»Gewollte Verbesserungen in der Versorgung, medizinischer Fortschritt und eine höhere Nachfrage nach medizinischer Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft führen dazu, dass die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen«, begründet das BMG seine Entscheidung. Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Konjunkturlage sei es daher nötig, den durchschnittlichen Beitragssatz anzuheben.

Mit einer entsprechenden Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt spricht das Ministerium jetzt ein Machtwort: Der Schätzerkreis hatte sich Mitte Oktober nicht auf einen Beitragssatz für 2020 einigen können. Während ein Teil der Experten des Gremiums für ein Plus von 0,2 Prozentpunkte plädierten, wollten andere ihn sogar um 0,3 Prozentpunkte anheben. Es handelt sich dabei um eine statistische Orientierungsgröße, die den Krankenkassen als Stütze für ihre individuelle Haushaltsplanung und Beitragssatzentscheidung dient. Wie hoch der jeweilige Beitragssatz ausfällt, legt jede Kasse selbst fest. Beitragssenkungen sind bei Krankenkassen mit hohen Finanzreserven trotz steigendem Orientierungswert möglich.

 

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