Der Psychologe empfiehlt daneben folgende Überlegungen, um einen besseren Umgang mit Zukunftsängsten zu finden:
- Was kann ich kontrollieren? »Das kann etwa der Medienkonsum sein, den man einschränkt«, so Träder. Zum Beispiel, indem man sich pro Tag ein Zeitfenster von 15 Minuten gibt, in dem man Nachrichten konsumiert.
- Was kann ich beeinflussen? Beispielsweise bei einer Demonstration mitmachen und dort seinen Protest zum Ausdruck bringen.
- Was muss ich akzeptieren? Man muss hinnehmen, dass man auf manche Dinge einfach keinen Einfluss hat. Eine gewisse Ungewissheit ist Teil des Lebens.
Darüber hinaus gibt es Strategien, die helfen, Zukunftsängsten langfristig entgegenzuwirken. Ein wichtiger Ansatz ist der Austausch: Wer mit anderen über belastende Nachrichten oder eigene Ängste spricht, gewinnt Abstand. »Im Gespräch mit anderen relativiert sich oft Vieles«, so Träder.
Hilfreich kann auch sein, sich gedanklich auf Unwägbarkeiten vorzubereiten. Stockmann empfiehlt, einen Plan B zu entwerfen »für den Fall, dass etwas anders läuft als erwartet«. Wer einen Ausweichplan hat, fühlt sich dem Unbekannten weniger ausgeliefert.
Nicht zu unterschätzen ist das Thema Selbstfürsorge. »Das bedeutet: Ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung«, so Träder. Körperliche Betätigung wirkt häufig gegen Stress und sorgt für Glücksgefühle - und kann dazu beitragen, dass Zukunftsängste mit der Zeit von allein nachlassen.