Rückzugsorte, Zuversicht und echte Freundschaften helfen Kindern, mit Ängsten und Unsicherheiten umzugehen. / © Adobe Stock/Robert Kneschke
Viele Kinder und Jugendliche wachsen mit Unsicherheiten auf, die sie belasten können. Sie machen sich Sorgen um die Zukunft, etliche entwickeln Ängste und psychische Störungen. »Gerade deshalb brauchen sie sichere Anker, um stark durchs Leben zu gehen«, sagt die Gesundheitswissenschaftlerin Anne Kaman vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo sie als stellvertretende Leiterin der Forschungssektion »Child Public Health« arbeitet.
Sie nennt einige Punkte, die Kinder und Jugendliche in ihrer seelischen Gesundheit stärken:
Auch wie Eltern den Umgang mit Stress vorleben, ist wichtig. Kaman sagt: »Es geht nicht darum, Schwierigkeiten zu ignorieren, sondern darum, sie als bewältigbar zu erleben.« Das fördert bei den Kindern innere Stärke und Selbstvertrauen – und diese Haltung sei ein ganz zentraler Schutzfaktor, gerade in Krisenzeiten.
Die Kommunikationswissenschaftlerin Anna Frey gibt zu bedenken: »Widerstandskraft im Sinne der Resilienz meint ja nicht den Gedanken »Nichts kann mir etwas anhaben«, sondern das Bewusstsein dafür, in einer Krise nicht alleine zu sein.« Also, zu wissen: »Ich bekomme Hilfe, ich habe Menschen, an die ich mich wenden kann, ich kenne Tools, die ich nutzen kann.«