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Aktuelle Studie
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Zink könnte Covid-19-Sterblichkeit senken

In einer Studie aus Tunesien senkte die orale Zink-Einnahme bei Covid-19-Patienten das Risiko für die Kombination aus intensivmedizinischer Einweisung und Tod um etwa 40 Prozent.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 15.11.2022  14:30 Uhr
Weniger intensivmedizinische Patienten, weniger Tote

Weniger intensivmedizinische Patienten, weniger Tote

Innerhalb der Nachbeobachtungszeit starben insgesamt 37 Patienten, davon 30 innerhalb und sieben außerhalb der Intensivstation. Bei den Patienten der Zinkgruppe betrug die 30-Tage-Sterblichkeit 6,5 Prozent, in der Placebogruppe 9,2 Prozent. Die intensivmedizinische Einweisungsrate betrug in der Zinkgruppe 5,2 Prozent und in der Placebo-Gruppe 11,3 Prozent. Auch das kombinierte Ergebnis aus Intensivstation und Tod trat in der Zinkgruppe mit 10,4 Prozent seltener auf als in der Placebogruppe mit 16,7 Prozent (Odds Ratio: 0,58). Damit reduzierte sich das relative Risiko für das Kombinationsereignis aus intensivmedizinischer Behandlung und Tod bei denjenigen Patienten, die Zink erhielten, um etwa 40 Prozent.

Bei den ambulanten Patienten, die Zink erhielten, dauerten die Covid-19-Symptome durchschnittlich 1,9 Tage kürzer an als in der Placebogruppe. Bei den stationären Patienten verkürzte sich der Krankenhausaufenthalt in der Interventionsgruppe um durchschnittlich 3,5 Tage, verglichen zur Placebogruppe.

Die Studienautoren weisen darauf hin, dass die Rückschlüsse aus der Studie nicht auf Patienten jenseits eines moderaten Verlaufs übertragbar seien. Zudem müsse der Einfluss höherer Zinkdosen und einer längeren Einnahmedauer in weiteren Studien erst noch untersucht werden.

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