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Avantis-Gewerbepark

Wo Amazon und Doc Morris Nachbarn werden

Gewerkschaften sehen »deutliches Alarmsignal«

Gewerkschaften sehen »deutliches Alarmsignal«

Überschaubare 170 reguläre Jobs auf einer Firmenfläche von insgesamt 66.000 Quadratmetern – das stößt den Gewerkschaften in der Region sauer auf. Die Zahl sei »ein sehr mageres Ergebnis für die wenigen Restflächen, die wir für industrielle Ansiedlung in der Region noch haben«, sagte Ralf Woelk, Geschäftsführer des DGB Aachen, den »Aachener Nachrichten«. Das müsse ein »deutliches Alarmsignal« für all jene sein, »die versuchen, den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten«. Auch die Frage nach den tariflichen Bedingungen für die künftigen Mitarbeiter sowie nach der oftmals kritisierten Steuermoral des US-Giganten warfen die Gewerkschafter auf.

Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagte bei der Vorstellung des Projekts Anfang März mehreren Medien, man wolle den Prozess »kritisch begleiten«. Wichtig sei, »dass wir hier in Avantis in die Ansiedlung kommen und Arbeitsplätze schaffen. Aber wir werden sicherlich ein Auge darauf werfen, wie die Arbeitsbedingungen im Detail sind«. Amazon sei »sicherlich ein Arbeitgeber mit Potential«. Heerlens Stadtvertreter Martin de Beer betonte, es unterstreiche die Attraktivität der Region, wenn sich ein internationales Unternehmen auf 9000 Quadratmetern Fläche ansiedele. Inzwischen sind demnach mehr als drei Viertel der Gesamtfläche vermarktet. Wenn es so weitergehe, rechnete Stadtdezernent Manfred Sicking vor, seien in drei Jahren alle Flächen auf Avantis verkauft.

 

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