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ABDA-Präsidentin Overwiening
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»Wir wollen beim Impfen helfen, wenn Ärzte an ihre Grenzen stoßen«

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Apotheken in die Coronavirus-Impfkampagne einbinden. Die ABDA hatte sich zu diesem Thema bislang zurückgehalten, hat nun aber auch erstmals kommuniziert, dass die Apotheken für diese Aufgabe bereitstünden. Im PZ-Interview erklärt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening, bei welchen Szenarien die Apotheken in die Impfkampagne einsteigen könnten.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 29.04.2021  18:00 Uhr

Overwiening fordert »saubere Rechtsgrundlage«

PZ: Sind aus Sicht der ABDA gesetzliche Umstellungen notwendig? Oder gäbe es jetzt schon eine ausreichende rechtliche Grundlage für impfende Apotheker?

Overwiening: Wenn Apothekerinnen und Apotheker impfen sollen, dann müssen sie sich dabei auf eine saubere Rechtsgrundlage stützen können, die vom Impfstoffbezug über die Haftung bis zur Vergütung alle wichtigen Fragen klärt. Da ist der Verordnungsgeber schon gefordert.

PZ: Wie schnell, also wann wären Apotheken in der Lage in die Impfkampagne einzusteigen?

Overwiening: Wir können ja noch nicht absehen, ob bzw. wann es zu Engpässen bei den Impfkapazitäten kommt. Und wir brauchen schon etwas Vorlauf, um Schulungsfragen zu klären und die Apotheken vorzubereiten. Zum Glück haben wir schon einen Grundstock an Erfahrungen aus den Pilotprojekten zur Influenza-Impfung. Da gilt es zu klären, inwieweit die Schulungen in den Pilotapotheken jetzt auf die Covid-19-Immunisierung übertragbar sind.

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