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Fünftes BAK-Symposium

Wie stehen künftige und junge Apotheker zur Selbstständigkeit?

Mehr Sicherheit und Unterstützung

Allerdings gehe es darum, nicht nur für die Arbeit in der Apotheke zu begeistern, sondern auch für den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Gespräch mit der PZ betont Benkert noch einmal, wie wichtig es sei, die Vor-Ort-Apotheke zu erhalten. Nicht nur um eine reibungslose Arzneimittelversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, sondern um in der Fläche auch die Attraktivität verschiedener Regionen als Lebensraum aufrecht zu erhalten. Der Apothekenklimaindex aus dem Jahr 2020 habe gezeigt, dass fast jeder fünfte (19 Prozent) Apothekeninhaber bei Apothekenverkauf mit keinem ernsthaften Interessenten für eine Nachfolge rechne, verdeutlichte Benkert zu Beginn des Symposiums

Laut Umfrage möchte knapp jeder Fünfte in den nächsten Jahren eine Apotheke übernehmen: 22 Prozent der angestellten Apotheker und 17 Prozent der Studierenden/PhiP planen der Umfrage zufolge, sich als Apothekeninhaber in naher Zukunft selbstständig zu machen. 45 Prozent der Angestellten und 40 Prozent der Studierenden und PhiP möchten lieber (weiterhin) angestellt sein. Ein Drittel ist noch unentschlossen. Der Anteil der Unentschlossenen ist mit 42 Prozent unter den angehenden Apothekern etwas höher als unter den angestellten Approbierten (32 Prozent). Benkert: »Wir brauchen gezielte Maßnahmen, die Unentschlossenen zu überzeugen und junge Apotheker und Apothekerinnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen.«

Für die Übernahme einer Apotheke sprechen unter den Befragten Argumente wie selbstständigeres Arbeiten mit mehr Gestaltungsspielraum und bessere Verdienstmöglichkeiten. Die am häufigsten genannten Gründe, die gegen eine Selbstständigkeit sprechen, sind laut Befragung politische Rahmenbedingungen, die hohe finanzielle Verantwortung sowie die mit der Selbstständigkeit verbundenen betriebswirtschaftlichen Aufgaben. Auch Benkert sieht die sich ständig ändernden politischen Rahmenbedingungen als ein Hindernis, da sie eine langfristige und vernünftige Planungssicherheit erschweren würden.

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