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Wissen für den Notfall
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Wie man seine Blutgruppe herausfindet

Viele Menschen kennen ihre eigene Blutgruppe nicht. Wie sich das ändern lässt und warum es sinnvoll sein kann, es zu erfahren.
AutorKontaktdpa
Datum 11.06.2026  09:30 Uhr

A, B, AB und 0, jeweils mit Rhesusfaktor positiv oder negativ: Diese acht Blutgruppen gibt es. Auf sie kommt es an, wenn ein Mensch auf gespendetes Blut angewiesen ist – etwa im Zuge einer Chemotherapie oder wenn der Körper durch Verletzung oder Geburt viel Blut verliert. Sind die Blutgruppen von Spender und Empfänger nicht kompatibel, wird es lebensgefährlich. Doch: »Viele Leute kennen ihr WLAN-Passwort oder wissen, welches Motoröl ihr Auto braucht, kennen aber nicht ihre eigene Blutgruppe«, beobachtet Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West, immer wieder.

Kann das zum Problem werden, etwa wenn Sie im Notfall auf eine Blutspende angewiesen sind? Hier kann Küpper beruhigen: »Es besteht kein unmittelbares Risiko oder eine Gefahr, wenn Sie Ihre Blutgruppe nicht kennen.« Ob vor einer geplanten OP oder bei der Behandlung nach einem schweren Unfall: Immer wenn in der medizinischen Versorgung die Blutgruppe eine entscheidende Rolle spielt, kann und muss sie bestimmt werden. Das ist auch mit Schnelltests innerhalb von Minuten möglich.

Blutgruppe 0 negativ: Selten und begehrt

Bleibt in akuten Notfällen für die Bestimmung der Blutgruppe keine Zeit, gibt es noch eine andere Lösung, wenn ein Mensch auf eine Blutspende angewiesen ist. »Dann greift man zu Blutpräparaten mit der Blutgruppe 0 negativ«, erklärt Küpper, der am Zentrum für Transfusionsmedizin Ratingen-Breitscheid tätig ist. Blut der Gruppe 0 negativ ist universal verträglich, kann also jedem Patienten – egal welcher Blutgruppe – sicher übertragen werden. Dieses Blut ist also begehrt. Allerdings haben nach Angaben des Portals «blutspenden.de» des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nur 6 Prozent der Bevölkerung die Blutgruppe 0 negativ.

»Es wäre tatsächlich gut, wenn mehr Menschen ihre Blutgruppe kennen würden«», sagt Stephan David Küpper. Denn: Das Wissen um die eigene Blutgruppe kann einen Ansporn geben, Blut zu spenden. Zum Beispiel, wenn man der bereits erwähnten begehrten Blutgruppe 0 negativ angehört. Insbesondere dann sollte man regelmäßig spenden, wie auch die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) rät. Doch auch die anderen Blutgruppen sind gefragt.

Dass ausreichend Menschen mit Blutgruppe 0 ihr Blut zur Verfügung stellen, ist aber nicht nur für alle anderen wichtig – sondern auch für diese Gruppe selbst. »Sie sind zwar Universalspender, können selbst aber nur Präparate der Blutgruppe 0 negativ empfangen«, erklärt Küpper.

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