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Immunologischer Footprint
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Wie Arzneimittel das Immunsystem beeinflussen

Nicht nur Immunsuppressiva, Checkpoint-Inhibitoren und Antibiotika hinterlassen ihre Spuren in unserem Immunsystem. Häufig ist das ungewollt, manchmal kann es aber auch eine Chance sein, meint Apothekerin Nadine Hoffmann.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 28.09.2026  18:00 Uhr

Von der Nebenwirkung zur Indikation

Manche Immuntherapeutika hätten sich aus einer unerwünschten Wirkung im Rahmen eines Drug Repurposing etabliert. Hoffmann nannte als Beispiele:

  • Methotrexat, das zuerst in der Onkologie eingesetzt wurde und seit Langem in deutlich niedriger Dosierung bei rheumatoider Arthritis die Immunreaktion dämpft.
  • Hydroxychloroquin, ursprünglich aus der Malaria-Therapie, wird nun ebenfalls in der Rheumatologie genutzt.
  • Thalidomid, das als Contergan® gegen Schlafstörungen und fatalerweise gegen Schwangerschaftsübelkeit genommen wurde, vom Markt ging und heutzutage beim multiplen Myelom und bei Lepra zur Anwendung kommt.

Einen potenziellen therapeutischen Nutzen bei diversen, aber nicht allen Autoimmunerkrankungen könnten GLP-1-Rezeptoragonisten haben, gab Hoffmann zum Abschluss noch einen Ausblick. Übergewicht ist im Allgemeinen schlecht für das Immunsystem, mit permanenten Entzündungsreaktionen im Körper. Die GLP-1-Analoga hätten jedoch zusätzlich einen direkten Effekt auf Immunzellen. Ob sich das therapeutisch nutzen lässt, bleibt abzuwarten.

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