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Repellents
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Wenn Mücken DEET lieben lernen

DEET ist das weltweit am häufigsten angewandte Mückenschutzmittel. Doch die Tiere können sich offenbar an den Geruch gewöhnen und lernen, dass er Futter bedeutet, zeigt eine aktuelle Studie.
AutorKontaktAponet
Datum 03.06.2026  12:00 Uhr

Jedes Jahr sprühen sich Millionen von Menschen mit Diethyltoluamid (DEET) ein, um Mücken vom Stechen abzuhalten. Jetzt weist eine im »Journal of Experimental Biology« erschienene Studie darauf hin, dass Mücken sich an das Repellent gewöhnen und sogar von ihm angezogen werden können.

Ein Forschungsteam um Professor Dr. Claudio R. Lazzari von der Universität Tours in Frankreich hielt für die Studie Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) hinter einem Stoffgitter fest, wobei ein Beutel mit Blut gerade außerhalb der Reichweite der Tiere positioniert war. Nachdem die Mücken begonnen hatten, sich vom Blut zu ernähren, führten die Forschenden den Geruch von DEET ein. Nach vier Wiederholungen des Experiments versuchten mehr als 60 Prozent der Insekten Blut zu saugen, obwohl ihnen nur der Geruch von DEET präsentiert wurde.

In einem weiteren Experiment hatten die Mücken die Wahl zwischen zwei menschlichen Händen – einer unbehandelten Hand und einer, die mit DEET in normaler Konzentration behandelt worden war. Nicht an DEET gewöhnte Mücken mieden die mit Insektenschutzmittel behandelte Hand. Mücken, die daran gewöhnt waren, wurden von ihr angezogen.

Regelmäßiges Auftragen von Repellent ist wichtig

Die Studie lege nahe, dass bei der Anwendung von DEET Zeitpunkt und Konzentration möglicherweise eine größere Rolle spielen als bislang angenommen, so die Forschenden. »Wenn jemand DEET aufträgt und die Konzentration mit der Zeit nachlässt, die Mücke es aber dennoch schafft, Blut zu saugen, könnte das Insekt beginnen, diesen Geruch mit einer Belohnung in Verbindung zu bringen«, sagte Mitautor Professor Dr. Clément Vinauger von der Virginia Tech in den USA in einer Mitteilung der Hochschule.

Anstatt eine große Menge auf einmal aufzutragen, sollte man das Mittel möglicherweise regelmäßig erneut auftragen. So erhöhe man die Wahrscheinlichkeit, dass es wirksam bleibt und ein kontinuierlicher Schutz gewährleistet ist.

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