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AMD-Behandlung
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Weniger Spritzen dank Implantat

Das Pharmaunternehmen Roche informiert aktuell über das nachfüllbare Augenimplantat Contivue®. Ein Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) für hochkonzentriertes Ranibizumab als Wirkstoff zur kontinuierlichen Abgabe über Contivue und für den Einsatz bei neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) ist bereits eingereicht.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 01.04.2026  17:15 Uhr

Intravitreale Injektionen (IVOM) sind der Therapiestandard bei nAMD, um das Sehvermögen zu erhalten. Anti-VEGF-Wirkstoffe wie Aflibercept, Bevacizumab, Brolucizumab, Faricimab und Ranibizumab kommen hierbei seit Langem erfolgreich zum Einsatz.

Das von Roche entwickelte permanente und nachfüllbare Augenimplantat Contivue soll die Therapielast der Betroffenen senken, indem es eine kontinuierliche Wirkstoffabgabe über mehrere Monate ermöglicht, sodass weniger Injektionen in den Glaskörper notwendig werden. Das Implantat wird in einem einmaligen chirurgischen Eingriff eingesetzt. In den USA ist die Plattform unter dem Namen Susvimo® seit 2021 für nAMD und seit 2025 für das diabetische Makulaödem (DMÖ) zugelassen und im Einsatz. In der EU ist in der erstgenannten Indikation die Zulassung bei der EMA beantragt. Anfang des dritten Quartals 2026 rechnet das Pharmaunternehmen mit einer Entscheidung der Behörde.

Auf der Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschlands präsentierte Roche kürzlich die Fünf-Jahres-Daten der Verlängerung der Phase-III-Studie Archway (Archway-Portal). In Archway-Portal blieb die bestkorrigierte Sehschärfe der nAMD-Patienten in beiden Kohorten über fünf Jahre hinweg weitgehend stabil. In der Kohorte, die von Beginn an mit dem Augenimplantat mit hochkonzentriertem Ranibizumab behandelt wurde (n=220), sank sie von anfänglich 74,4 auf 67,6 Buchstaben nach fünf Jahren. In der Vergleichskohorte, die nach zwei Jahren monatlicher intravitrealer Therapie (IVT) mit Ranibizumab auf das Implantat umgestellt wurde (n=132), zeigte sich mit einem Verlauf von 75,5 auf 68,6 Buchstaben ein vergleichbares Bild. Etwa 95 Prozent der mit dem Implantat behandelten Patienten benötigten dabei keine zusätzliche IVT.

Die über zwei Jahre angelegte Archway-Studie hatte zuvor bereits gezeigt, dass die Kohorte mit dem Implantat vier Refills benötigte, während im IVT-Arm im Schnitt 23 Injektionen erfolgten.

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