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Trotz Förderprogrammen
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Wenig Interesse an PCR-Testgeräten

Um Apotheken bei der Anschaffung von PCR-Testgeräten finanziell zu entlasten, haben Niedersachsen und Baden-Württemberg Förderprogramme eingerichtet. Doch bisher ist das Interesse der Apotheker daran überschaubar.
AutorKontaktMelanie Höhn
AutorKontaktdpa
Datum 20.04.2022  14:00 Uhr
Interesse in Baden-Württemberg auch eher zurückhaltend

Interesse in Baden-Württemberg auch eher zurückhaltend

Auch Baden-Württemberg hatte Anfang Februar angekündigt, Apotheken bei der Anschaffung von PoC-NAT-Testgeräten zu unterstützen. Dort sei jedoch das Interesse an PCR-Testgeräten ebenfalls »verständlicherweise eher zurückhaltend«, heißt es vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg auf Nachfrage der PZ. 135 Apothekerinnen und Apotheker in Baden-Württemberg haben demnach einen Förderantrag gestellt – 130 davon sind bereits bewilligt. Die Zurückhaltung sei in der Hauptsache darauf zurückzuführen, dass es weiterhin nicht klar sei, wie die künftige Einbeziehung der Apotheken in die PCR-Teststrategie geregelt sein werde. »Die aktuelle Testverordnung hat nur eine Gültigkeit bis Ende Juni 2022. Auf dieser Basis erschien es offensichtlich vielen Apotheken nun nicht als geboten, sich ein PoC-PCR-Gerät anzuschaffen«, heißt es vom Verband. Hinzu komme, dass die Vergütung für PoC-PCR-Tests nicht angepasst wurde – die abrechenbare Vergütung liege häufig unter den Einstandskosten des Verbrauchsmaterials, so der Verband.

Die Präsidentin des Apothekerverbands Baden-Württembergs, Tatjana Zambo, hatte Ende Januar im Interview mit der PZ eine Testvergütung von 50 Euro je PCR-Test gefordert. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte zunächst auch eine Erhöhung der Testvergütung geplant, diese aber kurzerhand wieder gestrichen

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