| Verena Schmidt |
| 03.11.2025 18:00 Uhr |
Bei starken Kopfschmerzen und bei Migräneattacken, die nicht auf Analgetika beziehungsweise deren Kombinationen ansprechen, sollen leitliniengemäß Triptane zum Einsatz kommen. In der Selbstmedikation sind Präparate mit Naratriptan, Rizatriptan, Almotriptan und Sumatriptan verfügbar. Am besten wirksam sind laut Leitlinie Rizatriptan und Sumatriptan (subkutan) sowie das verschreibungspflichtige Eletriptan. Die Fixkombination von Sumatriptan und Naproxen (Suvexx®, Rx) war zudem den jeweiligen Monotherapien überlegen.
Bei Personen mit koronarer Herzkrankheit, nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei anderen Gefäßerkrankungen oder bei Patienten mit nicht kontrollierbarem Bluthochdruck sowie bei einer Nieren- oder Leberinsuffizienz sind Triptane kontraindiziert. Für sie gibt es inzwischen verschiedene Alternativen: Der 5-HT1F -Rezeptor-Agonist Lasmiditan besitzt keine vasokonstriktiven Eigenschaften, kann aber zu zentralen Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel führen. Rimegepant, das auch prophylaktisch eingesetzt wird, blockiert die Andockstelle des Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP), ein Neurotransmitter, der im Migräneanfall eine wesentliche Rolle spielt.
Eine begleitende Übelkeit sollte gemäß Leitlinie mit den Antiemetika Metoclopramid oder Domperidon behandelt werden. Die Wirkstoffe zeigen einen prokinetischen Effekt, was die Aufnahme des Analgetikums verbessert.