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Epstein-Barr-Virus
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Wehe, wenn es aufwacht

Kurzfristig macht das Epstein-Barr-Virus nicht sehr krank, langfristig kann das Virus, das nach Erstinfektion ein Leben lang im Körper bleibt und von Zeit zu Zeit reaktiviert wird, erhebliche Folgen haben: von Autoimmunerkrankungen über Krebs bis hin zu dem schweren Entzündungsschock PIMS.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 28.03.2025  18:00 Uhr

EBV als mögliche Ursache des PIM-Syndroms

Neben Krebs- und Autoimmunerkrankungen wird EBV auch als Trigger beim chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) vermutet. Zudem legen Studien nahe, dass eine EBV-Reaktivierung zu Long-Covid-Symptomen beitragen könnte.

Vor Kurzem berichtete ein deutsches Forscherteam, dass eine EBV-Reaktivierung auch der Treiber für das gefährliche Entzündungssyndrom Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS) sein könnte, das Kinder nach einer überstandenen SARS-CoV-2-Infektion entwickeln können. Wie das Team der Berliner Charité und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums im Fachjournal »Nature« berichtet, könnte eine durch die Coronainfektion ausgelöste Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus die überschießende Immunantwort verursachen (DOI: 10.1038/s41586-025-08697-6).

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