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Nach der Corona-Infektion
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Was wissen wir mittlerweile über Long Covid?

Bis zu 40 Prozent der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen gaben in einer Studie der Uni Mainz Long-Covid-artige Symptome an, die über mindestens sechs Monate andauern. Betroffen sind nicht nur Personen mit schwereren Verläufen der akuten Infektion.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 22.12.2021  13:30 Uhr

Impfen senkt auch Risiko für Post-Covid-Symptome

Das liegt vor allem daran, dass Geimpfte, auch wenn sie sich anstecken, häufig keine oder nur leichte Symptome bekommen. «Bei einem milden Verlauf treten zumindest Organveränderungen seltener auf», sagt der Ulmer Mediziner Buckert. Die funktionellen Beschwerden korrelierten nicht so gut mit der Erkrankungsschwere. Das heißt: Auch Patienten mit mildem Krankheitsverlauf können anhaltende Beschwerden entwickeln.

Erste Studien zur Schutzwirkung der Impfungen deuten zumindest ein vermindertes Risiko für anhaltende Symptome an. In einer im Fachmagazin «The Lancet Infectious Disease» veröffentlichten Untersuchung hatten Forscher Daten aus einer App ausgewertet, über die Covid-Patienten Beschwerden melden konnten. Zweifach geimpfte Menschen klagten nach einer Durchbruchsinfektion deutlich seltener über anhaltende (mehr als 28 Tage nach Infektion) Symptome als ungeimpfte Menschen, häufig ging die Erkrankung ganz ohne Symptome vorbei. Eine zweite, noch nicht veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass eine zweifache Impfung nach einer Durchbruchsinfektion vor vielen, aber nicht vor allen Long-Covid-Beschwerden schützt.

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