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Impfen in der Schwangerschaft
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Was ist nötig, was ist möglich – und was nicht?

In der Schwangerschaft gilt die Maxime: »So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig impfen.« Einige Impfungen werden sogar ausdrücklich für schwangere Frauen empfohlen, unter anderem der Schutz vor Influenza und Pertussis.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 17.03.2026  18:00 Uhr

Alle Totimpfstoffe, zum Beispiel gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie, Pertussis oder Hepatitis A und B, gelten als sicher für die Schwangere und den Fetus. Eine Schwangerschaft ist also keine Kontraindikation für deren Gabe.

Im ersten Trimenon sollte man aber nur bei dringender Indikation impfen. Diese Vorsichtsmaßnahme wiederholen die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut auch in der aktuellen Impfempfehlung vom Januar 2026. Damit wollen sie vermeiden, dass die in der Frühschwangerschaft häufigen spontanen Fehlgeburten fälschlicherweise mit einer Impfung in Zusammenhang gebracht werden, was im Einzelfall die Betroffenen psychisch schwer belasten könnte.

Influenza und Pertussis

Ausdrücklich empfiehlt die STIKO die Impfungen gegen saisonale Influenza und Pertussis (Keuchhusten) für Schwangere.

Die Influenza-Impfung soll primär schwere Krankheitsverläufe bei der Frau vermeiden, da eine Schwangerschaft an sich schon ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf birgt. Die aktuelle Empfehlung gilt für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung schon ab dem ersten Trimenon. Auch alle Kontaktpersonen von Neugeborenen sollten geschützt sein. Der Influenza-Schutz muss grundsätzlich jedes Jahr vor Beginn der Grippesaison und in jeder Schwangerschaft aufgefrischt werden.

Die Pertussis-Impfung der werdenden Mutter soll über einen erweiterten Nestschutz vor allem die Neugeborenen und Säuglinge vor Keuchhusten schützen, die noch nicht selbst (ausreichend) geimpft werden können. Daher wird die Impfung im letzten Trimenon (ab der 28. Schwangerschaftswoche) verabreicht – unabhängig von einer früheren Impfung gegen Keuchhusten. Besteht die Gefahr einer Frühgeburt, sollte sie schon im zweiten Trimenon erfolgen. Die Frau soll sich zudem in jeder Schwangerschaft erneut impfen lassen.

Aktuell gibt es nur den Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis. Die Tdap-Impfung gilt in der Schwangerschaft als sicher. Wurde die Frau in der Schwangerschaft nicht geimpft, sollte dies laut STIKO in den ersten Tagen nach der Geburt nachgeholt werden. Wichtig: Auch Kontaktpersonen des Neugeborenen sollten gegen Pertussis geimpft sein.

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