In sozialen Netzwerken kursieren Behauptungen, es gebe einen Zusammenhang der Andesvirus-Fälle mit der Covid-Impfung von Pfizer und Biontech. Diese könne angeblich Hantavirus-Lungeninfektionen auslösen oder enthalte sogar den Erreger selbst, wird behauptet.
Als vermeintlicher Hinweis wird ein Dokument angeführt, das Pfizer 2021 im Zulassungsverfahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht hatte. Darin taucht auf einer langen Liste der Begriff »Hantavirus pulmonary infection« auf, also Hantavirus-Lungeninfektion.
Pfizer erklärte, in der Liste seien lediglich medizinische Ereignisse gesammelt worden, die nach einer Impfung gemeldet worden waren - völlig unabhängig davon, ob sie mit der Impfung in Verbindung standen. Zudem enthält der Impfstoff nach Herstellerangaben keine Hantaviren.
Josef Holnburger findet die Vergleiche mit der Corona-Pandemie nicht überraschend. Der Geschäftsführer des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (Cemas), das Radikalisierung und Verschwörungserzählungen im Internet untersucht, verweist auf die Sorge von Menschen, dass so etwas erneut passieren könnte.
Im Netz verbreiten sich auch Verschwörungserzählungen. Manche Nutzer vermuten hinter dem Hantavirus einen angeblich geheimen Plan. Ähnliche Muster habe es während der Corona-Pandemie gegeben, erklärt Holnburger. Auch damals glaubten manche Menschen, hinter der Entwicklung stünden verborgene Gruppen mit Einfluss auf Medien und Öffentlichkeit, die gezielt Schaden anrichten wollten.
Das Virus SARS-CoV-2 hat unsere Welt verändert. Seit Ende 2019 verbreitet sich der Erreger von Covid-19 und stellt die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Sie hat sie angenommen und rasch Tests und Impfungen, auch für Kinder, entwickelt. Eine Übersicht über unsere Berichterstattung finden Sie auf der Themenseite Coronavirus.